Über mich

 

Alles Leben basiert auf Egoismus, trotzdem möchte ich ein paar Worte zu meiner Person und meinen fotografischen Gedanken verlieren:

 

Die Leidenschaft für die Naturfotografie hat ihre Wurzeln in meiner Kindheit. Draußen zu sein gehörte dazu, Bewegung, Freiheit und Erleben waren und sind auch heute die Grundpfeiler dieser Leidenschaft. Dazu war Kreativität schon immer ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens. Mein Vater fotografierte viel und gern in heimischer Natur – allerdings bewegten mich seine dokumentarischen Aufnahmen nie zu dieser Beschäftigung. Ich kam also erst recht spät – im Jahr 2013 zur Fotografie…

 

Ich möchte mit meinen Bildern die Situation in einer Landschaft oder im Wald immer so darstellen, wie ich sie erlebt habe, Ich schreibe dies, da häufig die Frage aufkommt, wie viel Bearbeitung denn in einem Foto steckt. Hierzu sei gesagt: Es ist meine Philosophie, dass ein gutes Foto zur einen Hälfte aus dem Motiv – wozu die Bildkomposition, der Ort und die Stimmung gehören – und zur anderen Hälfte aus der Bearbeitung besteht. Ich denke auch, dass beides sich nur mit der selben Geschwindigkeit weiterentwickelt. Wenn ich das Bild nicht bearbeite, dann macht es die Kamera im Automatikmodus, oder ich lasse es im RAW-Format – beides macht wenig Sinn. Sicher schreibe ich das nicht, um mich zu rechtfertigen, sondern vielmehr, um junge Fotografen zu motivieren und sich auf ihren Weg und Stil zu konzentrieren…

 

Wichtig ist aber, auf eine Grenze bei der Bildbearbeitung zu achten, denn man kann schnell in einen anderen Bereich abschweifen – der Malerei. Wenn ich also abstrakte Werke mit großflächigen verschiedenen Bauteilen kreire, dann hat das natürlich nur noch wenig mit Fotografie zu tun und es macht für mich im Grunde auch wenig Sinn, denn dann könnte ich gleich den Pinsel schwingen und ganz andere Welten schaffen. Letztendlich zählt nur, was Spaß macht und gefällt. Mein Ziel ist es jedenfalls immer, etwas Außergewöhnliches zu schaffen und den Betrachter zu verzaubern, vielleicht auch zu irritieren und möglichst positive Gefühle zu wecken, bestenfalls sogar in eine andere Welt zu entführen…

 

Vorbilder sind von großer Bedeutung. Ich denke, eine Katze ist ein gutes Vorbild – sie lässt sich nicht viel sagen und weis das Leben zu genießen. Auf menschlicher und fotografischer Seite sehe ich Mark Adamus als ein Jahrhundertgenie der Naturfotografie und damit als größtes Vorbild. Bernd Rügemer alias „Moonshroom“ inspirierte mich mit seiner Idee, mehr aus Pilzen zu machen und ist deshalb ebenfalls ein bedeutender Mensch für mich…

 

Ich liebe den „Flow“! Ich spüre ihn, wenn ich etwas kann und gerne mache. Der intensive Flow ist meist nur von kurzer Dauer, dabei nur ab und an notwendig, aber absolut wichtig für eine erfüllende Existenz. Ich spüre ihn beim Fotografieren, wenn ich erkenne, da entsteht etwas Gutes und vor Allem bei meiner eigentlich ersten Leidenschaft – dem Mountainbiken. Einen neuen Pfad zum ersten Mal zu fahren oder einen bekannten Trail mit immer mehr Geschwindigkeit und Eleganz „abzusurfen“ ist ein Hochgefühl, das ich nicht missen möchte…

 

Vieles gäbe es noch zu schreiben, doch sollten Worte nicht der Ausdruck eines Fotografen sein…